Kiew-Tagebuch 2: Nathan probt

Kiew-Tagebuch 2: Nathan probt

(Foto 1 Artikelbild: EBU)

Österreich und Nathan schafften das, was es gestern nicht gab. Applaus im Pressezentrum. Dazu eine auffällige Inszenierung. Nathan steht in den Wolken und ein silberner Sichelmond steht auf der Bühne. Das Wichtigste aber: Nathan spielt gekonnt mit der Kamera und strahlt richtiggehend. Auch der Chor darf auf der großen Bühne singen und wird nicht abseits versteckt. Im ersten Halbfinale wäre dieser Auftritt ein sicherer Kandidat für das Finale. Die Inszenierungsähnlichkeit mit „Der kleine Prinz“ ist aber keine Absicht. Nathan und das Kreativteam suchten einfach den bestmöglichen Weg das Lied ideal auf die Bühne zu bringen. Nathan ist einfach ein Sonnyboy, der alle mit seinem Charme verzauberte. Die Lachfältchen im Alter sind im sicher. Dabei schrieb er das Lied in einer Phase, in der er sich selbst motivieren musste und einen positiven Anschub brauchte. Sein Chor ist recht multikulti. Ein österreichischer Studienfreund von Nathan, ein Österreicher mit philippinischen Wurzeln, ein Kiewer und eine in Österreich lebende Belgierin. Seine gleichzeitige Bewerbung um das deutsche Kiew-Ticket ging auf einen Freund zurück. Zu der Zeit lief bereits die interne Künstlerauswahl beim ORF auf Hochtouren, als ein Freund dem NDR ein Demoband schickte. Er sah es dann einfach als zweite Chance an. Österreich war aber schneller und jetzt ist es ihm eine Ehre sein Heimatland zu vertreten.

Nach dem Ansehen des ersten Drittels des zweiten Halbfinales steht aber fest, die Konkurrenz im zweiten Halbfinale ist deutlich bunter und stärker als im ersten Halbfinale. Sollte Nathan also das Finale verpassen wäre das schlichtweg Lospech. Auf jeden Fall bezaubert Nathan die anwesende Presse und die Finalchancen werden als nicht unrealistisch eingeschätzt.

 

 

Mai 2, 2017 Posted by: