Österreich probt und kommt gut an

Österreich probt und kommt gut an

Cesár beginnt seinen Vortrag mit einer Großaufnahme im Dunkeln, auf einer Plattform knieend. Vom dem springt er schließlich herab und geht über die Bühne. Der Chor wird optisch leider nicht mit eingebaut, auch wenn er bei den einzelnen Durchläufen an verschiedenen Stellen kurz zu sehen ist. Gerade hier wäre aber eine klassische Chor-hinter-Sänger-Aufstellung passend. Farblich dominieren grau und schwarzdunkel, erhellt durch gezielte Lichteffekte.

Das Meet&Greet hat noch gar nicht begonnen, da hat einer der Perdro-Moderatoren Cesár und Österreich schon zu Mitfavoriten erklärt. Grund ist natürlich die bekannte Eurovisionsvergangenheit von Cesár und seinem Produktionsteam.

Mit deren Start für Bulgarien in Stockholm begann aber irgendwie auch das Projekt Österreich in Lissabon. Der erste Satz von “Nobody But You” stammt aus der Zeit beim damaligen Song Contest. Das restliche Lied entstammt einem fast zwei Jahre andauernden Entwicklungsprozess. Sollte aber (unerwartet) das Finale verpasst werden, läge das nicht an dem äußert starken 1. Halbfinale, sondern daran, selbst nicht das Beste gegeben zu haben, so der Sänger. Auch dessen familiär-musikalischer Hintergrund wurde angesprochen. Cesár wälzte aber die Auftritte seiner Verwandten mit Stars, v.a. der 1980er Jahre, nicht aus.

Die Presse erfuhr ferner noch, dass er seinen Tag im Hotel-Fitnessraum begann und dass er, aus seiner Naturverbundenheit heraus, keinen Sinn darin sieht, wegen ein paar Feiertagen Bäume zu fällen und als Christbäume aufzustellen. Am Ende wurde die Delegationsleitung noch explizit gefragt, ob der ORF so kurz nach Wien schon wieder bereit für einen weiteren Song Contest in der Alpenrepublik sei. Natürlich wäre er das, sogar in Cesárs Heimatstadt Linz, wenn die Infrastruktur stimmen würde.

April 30, 2018 Posted by: