Stockholm-Tagebuch 3

Stockholm-Tagebuch 3

Was hat der gestrige Probentag gebracht? Allem Voran natürlich ZOË. Über die österreichische Probe wurde an diesem Dienstag am Heftigstem diskutiert; angefangen von Wien 2017 bis das geht gar nicht. Was viele vermisst haben, ist das Laufband. Aber ohne fühlt sich ZOË aber sicherer auf der Bühne und kann sich besser auf das Lied konzentrieren. Aber egal wie das Halbfinale für Österreich ausgehen wird, ZOË ist sicherlich DER Fanliebling des Jahres. Aufsehen erregende Inszenierungen wie am Montag gibt es nicht zu vermelden. Island verliert sich in Schattenspielen und imitiert phasenweise die russische Optik. Auch Aserbaidschan hält sich choreographisch zurück, hier ging der erste Probendurchgang komplett in die Hose, insbesondere stimmlich. Zypern rockt ab und Montenegro kehr in die experimentelle Phase a là Malmö 2013 zurück. Estland spaltete die Meinung auch. Vielen gefällt es, aber die Inszenierung im Stile eines Spielcasinos und einer findet weniger Anklang. Das auffälligste Bühnenrequisit, und im Grunde einzige real existierende des Tages, ist ein Stacheldrahtzaun, der das bosnisch-herzegowinische Gesangsduo trennt. Diese Symbolik soll aber wirklich die aktuelle Flüchtlings- und Grenzkontrollsituation in Europa aufgreift. Der Ausreißer des Tages war dann noch die vorgezogene Probe Schwedens. Als Begründung wurde der schwedische Jugendschutz angegeben, da Frans am nächsten Tag ja wieder nach Südschweden in die Schule muss. Die Inszenierung ist für schwedische Verhältnisse ungewohnt. Kein technische Equipment, sondern nur Lichteffekte. Mehr vom Mittwoch-Probentag dann noch heute Abend oder morgen Vormittag.

Mai 4, 2016 Posted by: