Stockholm-Tagebuch 6: Österreichs zweite Probe

Stockholm-Tagebuch 6: Österreichs zweite Probe

Im Vergleich zur ersten Probe hatte der ORF ein paar Änderungswünsche, die die Schweden fast alle erfüllten, z.B. was die Ausleuchtung angeht. ZOË dreht neuerdings einmal tänzerisch im Kreise, was eine durchaus erfrischende Einlage darstellt. Dazu wogten wieder die Blumen in der Monty Python – Yellow Submarine – Optik sanft über den Hintergrund. An ihrem Kleid werden auch noch ein paar Anpassungen vorgenommen werden. In der Pressekonferenz trug sie aber ein fesches Dirndl, wenn auch kein traditionelles. Der Stoff ist aus der Provence und stellt somit eine passende österreich-französische Symbiose dar. Mit der Probe zeigte sie sich zufrieden. Dass sie sich zwischendrin verhaspelte lag nicht aber nicht an einer vermeintlichen Nervosität, sondern an ihrer Müdigkeit. Auch das fünfzigjährige Jubiläum des ersten österreichischen Sieges verunsichert sie nicht. Sie denkt weder an Udo, noch an Conchita. Sie gibt einfach ihr Bestes und würde sich über ein gutes Ergebnis freuen. Mit der Sprachwahl sind in Österreich wohl nicht alle zufrieden, v.a. diejenigen, welche ihr deutschsprachiges Land selbstverständlich englisch vertreten sehen möchten. Aber wie sie zu Recht anmerkte: Englisch ist nicht die einzige Sprache, in der man singen darf.

Ihr persönliches Paradies hat sie gerade gefunden, denn sie liebt es auf der Bühne zu stehen. Jeder hat aber wohl mehrere Paradise gleichzeitig. Den Abschluss der Pressekonferenz krönte dann eine gitarrenbegleitete Akkustikversion von „L’oin d’ici“.

Mai 6, 2016 Posted by: