Tagebuch Malmö / 6.Teil

Tagebuch Malmö / 6.Teil

 

So, nun haben auch Schweden, England und Italien ihre Proben absolviert und die Pressekonferenzen gegeben.

Robin Stjernberg sorgte gleich zu Beginn für Gelächter, als er erklärte, dass er sich mit seinem Outfit mit Glitzer wie ein Prinz fühle. Wahrscheinlich dachten alle, er meine Prinzessin. Außerdem erklärte er, dass er gerne freaky sein möchte – was auch immer er damit meinte. Ein Journalist stellte die, ich meine unangebrachte Frage, wie er abgenommen hat, weil er ja früher doch dicker war. Robin nahm´s locker und erklärte, dass er nun einfach weniger Süßes esse, als in der Zeit, in der er Student war.

Bonnie Tyler´s Pressekonferenz war die Berührendste. Sie erzählte, dass sie einen Ring von ihrer Mutter bei sich hat und sie so immer bei ihr ist. Und Robin musste darauf sehr nett reagiert haben (sie erzählte nicht, was er gesagt hatte), denn dann hatte sie nur noch Tränen in den Augen und musste kurz unterbrechen. Ihr Titel “Believe in me” ist auch ihr Motto, welches sie von ihrer Mutter immer mitbekommen hat. Glaub an dich, und wenn es auch mal bergab geht, halte den Kopf nach oben. Gestern hat sie sich das Semifinale angesehen und sich gewünscht, dass sie es nicht hätte, denn nun weiß sie, welch große Konkurrenz sie hat. Naja…. Und sie war die einzige, die zugab, dass sie beim Song Contest auch mitmacht, um ihr neues Album zu promoten. Hut ab für diese Ehrlichkeit.

Der Italiener, Marco Mengoni, ist ein absolut irrer Typ, der, so macht es den Anschein, nicht bis drei zählen kann. Leider versteht bzw. spricht er kein Englisch, so musste seine Kollegin die Übersetzung machen. Auf die Frage, warum Italien nicht so Song Contest begeistert ist, meinte er, dass sie ja 14 Jahre nicht teilgenommen haben und in den letzten Jahren doch viele andere Probleme im Land hatten. Wie wahr…. Warum seine Show recht schlicht ist und kein Feuerwerk oder ähnliches benutzt, meinte er: Musik braucht kein Geld, sondern nur Ohren! Ein wahrer schöner Satz….

So, das war´s für heute. Bis bald, René

Mai 15, 2013 Posted by: